Dienstag, 21. November 2017

Dies und Das über die jüngste Wüste der Welt


Aralkum heißt die lebensfeindliche Salzwüste.
Sie ist das Resultat einer ökologischen Katastrophe. Seit Anfang der 1960er -Jahre trocknet der Aralsee immer weiter aus  und ist auf ein Viertel seiner Fläche geschrumpft. Eine Folge des steigenden Wasserbedarfs der immer größer werdende Flächen für den Baumwollanbau. 50 000 Quadratkilometer, die 1970 noch rund 20 Meter unter der Wasseroberfläche lagen, gleichen heute einer Mondlandschaft.

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Das Buch ist eine Lektüre die beklommen macht. Wieder eine Katastrophe, die von Menchen gemacht ist.

Es gibt Augenblicke
in denen eine Rose wichtiger ist
als ein Stück Brot.
(Rainer Maria Rilke)

Montag, 20. November 2017

Es geht wieder aufwärts..

Ich habe schon selbst nicht mehr daran geglaubt. Eine heftige Erkältung hat mir sehr zu schaffen gemacht. Ich hatte in den letzten  Jahren weder Husten noch Schnupfen - war ganz stolz auf mein Immunsystem. Aber jetzt - ganz plötzlich ist es wohl nicht mehr da. Kurzum: Ich war fix und fertig und zum ersten Mal kam mir der Gedanke, mir jemanden ins Haus zu holen. Jetzt, wo es mir wieder besser geht, habe ich das aber verworfen. Ich werde vorerst allein weitermachen. Nur der Notruf wird jetzt angegangen.



In der Zwischenzeit musste ich den Tod eines lieben Menschen verkraften. Gerade war er noch bei mir, wir haben eine Tasse Kaffee miteinander getrunken und 10 Tage später war er tot. Wurde tot in seinem Bett aufgefunden. 48 Jahre alt - ich kannte ihn, seit er 3 Jahre alt war. Er war Handwerker und man konnte sich immer auf ihn verlassen. Aber das schrecklichste an der ganzen Sache ist das Gerede. Ich frage mich, wie krank müssen die Menschen sein, um solche Gerüchte in die Welt zu setzen? Man kolportierte, er habe sich erhängt. Aus Liebeskummer, denn sein Lebenspartner habe ihn verlassen. Alles Lüge!
Er war ein lebensfroher Mensch und ich konnte das einfach nicht glauben. Und es war ja auch nicht so. Man hatte dieses Gerücht aber auch seiner Mutter, die in einem Heim  lebt, überbracht. Sie ist daran zerbrochen.
Man sollte sich hüten, etwas zu erzählen, was nicht fundiert ist. Lügen sind fürchterlich - und Gerüchte können zerstören. Ich kann das einfach nicht verstehen. Fertig bin ich damit noch lange nicht.
Ich habe lange überlegt, ob ich darüber schreiben soll. Aber es musste ganz einfach raus. Leichter ist mir dennoch nicht geworden.




Sprich nie Böses von einem Menschen, 
wenn du es nicht gewiss weißt! 
Und wenn du es gewiss weisst, so frage dich: 
Warum erzähle ich es?
Johann Kaspar Lavater

Samstag, 18. November 2017

Immer weniger Vögel in Deutschland

Naturschützer machen sich Sorgen. Denn es gibt immer weniger Vögel in Deutschland. In nur zwölf Jahren ist die Zahl der Brutpaare um viele Millionen kleiner geworden. Besonders stark ist der Star betroffen. Aber auch von den Haussperlingen, Wintergoldhähnchen und Buchfinken zum Beispiel fliegen immer weniger herum.





Den Grund dafür sehen die Naturschützer vor allem in der Landwirtschaft. Denn heute werden Felder oft anders genutzt als früher. Landwirte bauen viel Mais und Raps an. Dafür brauchen sie mehr Platz. Deshalb sind viele Wiesen und Weiden verschwunden. Diese sind aber immens wichtig für die Vögel. Dort finden sie Nahrung und ziehen ihre Jungen groß. Außerdem gibt es bei uns weniger Insekten. Diese gehören aber zur Lieblingsspeise vieler Vögel.



Das Glück muss entlang der Straße gefunden werden,
nicht am Ende des Weges.
(David Dunn)





Donnerstag, 16. November 2017

Dies und Das aus Omas Wissenskiste

Gerade in dieser Zeit, wo Erkältungen um sich greifen, sind ein paar Hinweise aus Omas Kiste nicht zu verachten:

Petersilie bringt den Kreislauf in Schwung
Man wacht auf und uns wird schwindelig. Es fehlt an Energie und man fühlt sich tagsüber schläfrig und matt. Dagegen hilft Petersilie: 
10 Stengel mit Blättern in 1 l Weißwein 5 Minuten kochen. 2 Esslöffel Apfelessig  und 1 Teelöffel Honig dazugeben. In eine Flasche umfüllen und ein paar Tage stehen lassen. 2 mal täglich ein Schnapsglas vor dem Essen trinken.

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Ringelblume beschleunigt Wundheilung
Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder Wunden, die einfach nicht heilen wollen - das sind die Einsatzgebiete, bei denen eine einheimische Heilpflanze zur Höchstform aufläuft. Die leuchtenden Blüten der Ringelblume hemmen Entzündungen, fördern die Wundheilung, töten Bakterien und Viren ab. Zur Wundreinigung: 2 TL Blüten ohne Kelch mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen und abkühlen lassen..
Schlecht heilende Wunden reibt man am besten mit Ringelblumenöl ein. Dazu füllt man ein Schraubglas
mit 3 EL Blüten und übergießt sie mit einem Pflanzenöl unserer Wahl. Sechs Wochen an einem warmen Ort stehen lassen, täglich schütteln. Durch ein Tuch in eine dunkle Flasche abfiltern, kühl und trocken lagern.

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Eicheln senken den Blutzucker
Mehr als eine Alternative zu Filterkaffee: Eichelkaffee hilft nicht nur bei Magen-Darm-Problemen sondern auch bei erhöhtem Blutzucker.
Dafür frische Eicheln mit heißem Wasser übergießen und abseihen. Wiederholen, bis das Wasser klar bleibt. Die getrockneten und gehackten Bohnen im Backofen bei 200 Grad rösten. Pro Tasse 1 TL Kaffee mit 200 ml Wasser aufbrühen, 5-10 Minuten ziehen lassen.
Meine persönliche Meinung: Schmeckt nicht berauschend - Aber er hilft! Habe es ausprobiert.

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Malve lindert den wunden Hals
Bei wundem Hals verschafft ein Malventee baldige Besserung. Damit die Schleimstoffe erhalten bleiben, muss er unbedingt kalt angesetzt werden. Die Blüten mit Wasser übergießen und für mindestens zwei Stunden ziehen lassen - besser über Nacht. Dabei gelegentlich umrühren, dann abseihen. Kalt oder warm gemacht in kleinen Portionen langsam schlucken.

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Gegen Schmerzen der Seele
gibt es nur zwei Arzneimittel:
Hoffnung und Geduld.
(Pythagoras)


Mittwoch, 15. November 2017

Dies und Das über ein Stück Kulturgeschichte

Die Esskastanie wurde zum  "Baum des Jahres" gekürt.
Die Esskastanie mit ihren kugelig-braunen Früchten ist der Baum das Jahres 2018. Nach der Fichte wird damit eine Baumart ins Bewusstsein gerückt, die in Deutschlands Wäldern nicht überall ins Auge sticht, wie die Stiftung Baum  des Jahres mitteilte. Esskastanien wachsen vor allem in Weinbaugebieten wie der Pfalz, bundesweit aber auch in vielen Parks und Gärten.

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Die Esskastanie hat eine recht junge Geschichte in unseren Breiten. Sie gilt zwar nicht als heimische Baumart, gehört aber zumindest in Südwestdeutschland längst in die Kulturlandschaft.
Esskastanien können rund 30 Meter hoch und mehrere Hundert Jahre alt werden. Die großen Höhlen  alter Bäume sind auch bei Waldbewohnern beliebt - für die Wildkatze sind sie zum Beispiel bevorzugte Wurfplätze. Die reiche Blüte bietet im späten Frühjahr einer Vielzahl von Insekten Nahrung.
Die Römer brachten die Esskastanie über die Alpen in germanische Gefilde - vor allem an den Rhein, Nahe, Mosel und Saar. Anders als die Rosskastanie, die zu den Seifenbaumgewächsen gehört, ist die Baumart eng mit Buchen und Eichen verwandt. Esskastanien  und ihr Holz waren früher wichtig für den Weinbau, zum Beispiel für Weinfässer. Noch bedeutsamer aber wurden die Früchte, die zu den Nüssen zählen, als Vorratsreserve. Maronen - das sind die Früchte speziell veredelter Bäume - waren mit ihrem hohen  Gehalt an Stärke oft ein lebensrettendes Lebensmittel für Hungerwinter.
Geröstete Maronen sind als Spezialität auf Weihnachtsmärkten und als Füllung für die Weihnachtsgans bekannt. Eine Renaissance  erlebten Esskastanien zuvor in den Küchen Frankreichs,
Italiens und der Schweiz. Dort kommen sie geröstet, geschmort oder als Püree auf den Tisch, aber auch in Form von Marmelade, Pudding oder Kuchenfüllungen.






Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat,
der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte.
(Berthold Auerbach)


      




     

Dienstag, 14. November 2017

Das ist wirklich spannend.....

Am Samstag sahen wir eine kleine Maus auf der Veranda von meinem Förster-Freund. Das war der Anstoß, dass er mir von der  "Pizza-Maus"  erzählte.
Das üppige Fast-Food-Angebot  New Yorks könnte zur Entstehung einer daran angepassten neuen Mäuse-Art führen. Dieser Überzeugung sind US-Wissenschaftler, die Stadtmäuse  und ihre Landverwandschaft genetisch untersuchten. Es gibt bereits Erbgutunterschiede in Bereichen, die bei der Verdauung und anderen Stoffwechselprozessen eine Rolle spielen. Zudem hatten die Stadtmäuse eine größere Leber.
Stephen Harris von der State University und Jason Munshi-South von der Fordham University in New York hatten in Stadt-Parks und ländlichen Gegenden 48 Weißfußmäuse gefangen und untersucht. Unterschiede fanden sich zum Beispiel bei Genen, die für die Verarbeitung von Fettsäuren bedeutsam sind.
Die Forscher nehmen an, dass nach vielen von kalorienreichen Essensresten lebenden Generationen eine Art  "Pizza-Maus"  entstehen könnte, die speziell an die Verwertung ungesunden Fast-Foods angepasst ist. Sie geben aber selber zu bedenken, dass die Zahl untersuchter Tiere viel zu klein ist,um gesicherte Aussagen treffen zu können. Es laufen derzeit mehrere Studien  zu solch  schnellen Anpassungen von Lebenwesen. "Sie bieten uns eine richtig coole Möglichkeit, evolutionäre Anpassungen zu unternehmen, während sie gerade passieren."
Immer mehr Wildtiere erobern unsere Städte auf der Suche nach Nahrung. Und sie finden diese auch. Ob ihnen die Nahrung immer bekommt, bleibt abzuwarten.


Wer Menschenkenntnis besitzt,
ist gut, wer Selbsterkenntnis besitzt,
ist erleuchtet.
(Chinesisches Sprichwort)


Montag, 13. November 2017

Dies und Das über die Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb

Das in Krakau tagende Unesco-Komitee nahm die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb in die begehrte Welterbe-Liste auf. 
Die sechs Höhlen in Baden-Württemberg gelten als eines der wichtigsten Ausgrabungsgebiete für Archäologen - sie bergen nämlich einige der ältesten Kunstwerke der Menschheit: aus Stoßzähnen gefertigte Miniaturen von Wildpferden, Mammuts, Löwen, Bären und Vögeln sowie Flöten aus Vogelknochen. Zeugnisse einer besonders  wichtigen Phase  der Menschheitsentwicklung, wie Experten betonen. Darüber waren sich auch sich auch die Welterbe-Experten einig. Einwände gegen die Nominierung gab es keine, stattdessen wurde  den deutschen Unesco-Delegierten überschwänglich gratuliert.
Jubel herrschte nicht nur in Polen. "Die Auszeichung ist eine große Ehre", freute sich auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried  Kretschmann über den Titel. "Die einzigartigen Fundstätten auf der Schwäbischen Alb zeigen, dass die Wiege der Kunst  und der Musik im Ach- und Lonetal zu finden ist",  fügte er hinzu. Der Unesco-Titel verpflichte Baden-Württemberg nun, dieses kulturelle Erbe der Menschheit zu erhalten, sagte er
Wer die Höhlen besucht, begibt sich  auf eine Tour zurück in eine Zeit, da der anatomisch moderne Mensch, der Homo sapiens, sich aufmachte, Kunstwerke, Schmuck sowie Musikinstrumente zu schaffen. Seit sich Forscher Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Alb ans Graben machten, förderten sie etliche  Zeugnisse eines menschlichen Wirkens zu Tage, das vor rund 40 000 Jahren erstmals klar über Verrichtungen zur Lebens- und Arterhaltung hinausging: Instrumente und Statuen, darunter auch  der 31 Zentimeter  große  "Löwenmensch" - ein Mischwesen zwischen einem aufrecht stehenden Menschen und einem Löwen, der davon zeugt, dass sich bereits Eiszeitmenschen mit mystischen Glaubensvorstellungen beschäftigen.
In den Eiszeithöhlen fanden Forscher auch die als älteste Frauenfigur geltende  "Venus vom Hohle Fels" - die rund 40 000  Jahre alte Dame wurde 2008 bei Grabungen in der Hohlefels-Höhle entdeckt.
(Quelle: Auszüge aus einer Dokumentation von Thomas Burmeister und Natalie Skrzypczak)

(Foto von Kreta)

Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
(Sir Francis Bacon)